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Fahren oder nicht fahren, das ist die große Frage vor dem Rennen. Das Wetter wird auf jeden Fall schlecht und der Wetterbericht soll Recht behalten. Aber am Tag zuvor steht fest, wir fahren hin und dann mal sehen. Und wenn man dann schon mal da ist wird auch gefahren. Wir haben eh nix besseres vor am Sonntag. Der Wecker klingelt um 4 Uhr, das Wetter entspricht der Vorhersage und sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Die freundlichen Helfer in Huy weisen uns einen schönen Parkplatz zu. Gut, dass wir den Camper dabei haben. Die Startnummernausgabe ist super organisiert, wie die gesamte Veranstaltung. Pünktlich zur Startaufstellung setzt ergiebiger Regen ein. Die Startaufstellung erfolgt gem. UWCT-Reglement „ausnahmslos“ nach Altersklassen von jung nach alt. Wie sich aus den Ergebnislisten ablesen lässt, haben das einige Fahrer nicht so eng gesehen und reihen sich ganz vorne ein.

 

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Geiles Rennen und Quali für das Finale im Sack! Da waren aber Zwei gut zufrieden!

Ingo: 4:27:25 Gesamt: 64. AK: 5.

John: 4:41:45 Gesamt: 187. AK: 20.

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John steht im Block 5 (45-49), ich in Block 4 (40-44). Unserer Qualifikation für das UWCT-Finale in Trento hat das zwar nicht geschadet, aber in der Altersklasse (AK)  wäre wahrscheinlich mehr drin gewesen. Vom Start weg steigt die Strecke auf den ersten 2000 Metern mit 5-6% an. Das Feld wird sofort in die Länge gezogen und zerfällt in viele Gruppen. Nicht wenige Fahrer aus unserer AK sind in der Spitze vertreten. Ich kann noch bis zur 2ten großen Gruppe aufschließen, ohne bei diesem Kaltstart gleich zu platzen. Von vorne und hinten wachsen wir auf um die 100 Fahrer an. Die Anstiege in der ersten Rennhälfte sind eher moderat. Wind, Regen, und die schlechten Straßen machen das Rennen dennoch schwer. Ich versuche immer weit vorne zu bleiben um nicht bei den regelmäßigen Tempoverschärfungen oder auf der Windkante den Anschluss zu verlieren. Die Strecke wird durch viele Motorräder bestens gesichert. Die anderen Verkehrsteilnehmer sind höchst rücksichtsvoll. Belgien ist halt die Radsportnation! Ab Kilometer 100 wird es dann schwer, die Anstiege werden deutlich steiler. Oder fühlt sich das nur so an? Kommt aufs gleiche raus. Nach dem vorletzten Anstieg hat sich unsere Gruppe auf knapp 20 Fahrer reduziert. Die Vorfreude auf das Ziel ist groß und der Regen hat nachgelassen. Jetzt nur noch schnell die Mur und fertig. Gut, dass ich völlig ahnungslos in die Rampe reinfahre. Die Träumereien, an der Mur noch mal eine Attacke zu setzen ist schnell beiseitegeschoben. Wo bleibt denn dieser besch….. Zielbogen? Von den 946 Gemeldeten sind 711 an den Start gegangen und 625 in Ziel gekommen.