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WWBT 1Am 10. Februar 2019 machte sich ein RSC Team auf die Möhnesee Rundfahrt, die als CTF vom RSV Hansa Soest ausgerichtet wird. Die Streckenlängen reichten von 20 bis 67 Kilometern, Startzeit war zwischen 10 und 12 Uhr, die Kontrollzeit von 10 bis 16 Uhr. Den bescheidenen Wetterprognosen zum Trotz, begab sich wohl eine knappe handvoll RSC-Mitglieder auf die Strecke.

 

WWBT 5Barbara, Alex, Thomas und Jochen (ich) waren als Team auf der Strecke, die am Start sogar recht trocken war. Da wir früher los konnten, sind wir auch um ca. 09.45 gestartet. Wir wollten uns auf der Strecke entscheiden, wer was fährt. So erreichten wir K1, nach knapp 11 km. Da Thomas die 47 km Strecke, Barbara und Alex die 68 km Crosserstrecke und ich die 70 km MTB-Runde fahren wollte, trennten wir uns.

WWBT 2Ich fuhr direkt von K1 weiter. Nach einem langen Anstieg, es war immer noch trocken, erreichte ich K2, der bislang zumindest eine Stempelkontrolle, diesmal aber unbesetzt war. Also fuhr ich direkt mit dem dann einsetzenden Regen weiter nach K3.  Bei K3, nach etwa 32 Kilometern überlegte ich kurz, ob ich das Unternehmen MTB Schleife nicht sein lassen sollte. Aufgeben gilt nicht, also los. Tja, kleiner Fehler. So ging es erstmal harmlos auf Waldwegen alleine weiter. Dann der erste Trail. Hier hatte ich zwei E-Fat-Bikes vor mir. Einer bleibt in einem Matschloch stecken und ich dahinter zwangsläufig auch. Naja kein Thema, heb´ das Rad raus, steig auf, will los fahren – Hinterradbremse komplett fest. Nichts geht mehr. Das Rad zur Kontrolle zurücktragen, war mir zu weit.

Also mit Gewalt, geht doch :). Das Hinterrad dreht sich wieder, schleift dabei nur ziemlich. Ich bintrotzdem weitergefahren, was sich im Nachhinein als Fehlentscheidung erwies. Nun kam die fehlende Brücke mit dem Ausweichfußpfad. Nun weiß ich zumindest, dass ich mit meinen Winterschuhen auch problemlos durch Bäche laufen kann. Tja und dann kam ein Weg, unfahrbar, nur Morast. Also laufen. Dem Veranstalter hätte ich in dem Moment gerne mal was geflüstert. Nach ca. 1 km wieder aufs Rad und weiter. Bei einer Bergabpassage hinten gebremst und Bremse wieder fest. Sie löste sich aber wieder, nur das Rad lief nun noch schwerer.

WWBT 4Nach der nächsten Morastpassage fiel dann aufgrund des Drecks auch noch der Umwerfer aus, leider während die Kette  auf dem großen Blatt lief. Am liebsten hätte ich das Rad versenkt. Es war nun ziemlich kräfteaufreibend zu fahren, aber laufen war irgendwie keine Option, es waren immerhin noch 10 km bis K4, das musste doch zu schaffen sein. Dann führte die Strecke über einen Bach, der wegen des Regens allerdings etwas breiter war. Mittlerweile war mir das egal, einfach durch, kann ja nicht so tief sein. Weit gefehlt, der war so tief, das die Räder bis zu dreiviertel einsanken. Daheißt es: nur nicht stehenbleiben! Wenigstens funktionierte anschließend der Umwerfer wieder. So ging es über einen schönen Wurzeltrail zurück nach K4. Die letzten 17 km bis zum Ziel sollten auch noch gehen. Also kurze Pause und weiter auf der normalen Strecke (nicht flach), wenn schon denn schon. Der Regen ließ nun nach und so ging es langsam Richtung Ziel weiter. Nach gesamt gefahrenen 71 km kam ich dort ziemlich tot an.

Fazit

Eine schöne Strecke; wenig Asphalt, viele Waldwege, und auf der MTB-Schleife schöne Single Trails. Insgesamt war der MTB Teil doch anspruchsvoll und zum Teil nicht fahrbar. Das Wetter war sogar etwas besser als von der Wetter-App vorhergesagt. Selbst der Wind spielte kaum eine Rolle. Immerhin waren sogar über 350 Teilnehmer dabei. Nächstes Jahr bin ich definitiv wieder dabei, dann aber auf der Crosser Strecke.