Die Startkarte der RACAm 26. Mai stand die „Ruhr Around Challenge“, eine 200 km lange Radrundtour durch das Ruhrgebiet, auf dem Terminplan. Diese Veranstaltung wurde von der „R2NSC Unternehmergesellschaft“ und somit nicht von einem Sportverein ausgerichtet. Dementsprechend lagen die Teilnahmegebühren auch deutlich über denen eines vergleichbaren Radmarathons. Pünktlich um 7:00 ging es bei bestem Wetter im Sportpark Wedau in Duisburg auf die Strecke.

Radler Fruehstueck Die Navigation auf der Strecke erfolgte ausschließlich per GPS, eine Ausschilderung gab es nicht. Zunächst durch den Broicher Wald und anschließend über die Uferwege entlang von Ruhr und Baldeneysee lag das 1. Zwischenziel am Haus Kemnade. Hier wartete ein reichhaltiges Frühstücksbüffet auf die Teilnehmenden. Ruhraufwärts folgten der Kemnader-, Harkort- und Hengsteysee, bevor endgültig Schluss mit flach war! 

 

 

Aussicht an der HohensyburgEs folgte nämlich der erste Anstieg überhaupt und der hatte es in sich. Es ging über eine kurvenreiche Straße, mit reichlichen Aufstiegshöhenmetern garniert, zum Aussichtspunkt an der Hohensyburg, der einen tollen Blick ins Ruhrtal und ins Sauerland bot.  Es war eine richtige Bergpassage und das bei mittlerweile 31 Grad! Das nächste Highlight folgte in Dortmund mit dem Phoenixsee, einem guten Beispiel für die erfolgreiche Folgenutzung eines ehemaligen Industriekomplexes. Nach dem Passieren vieler innerstädtischer Grünzüge erfolgte die Mittagseinkehr im Restaurant Strobels in der Nähe des „Borusseums“ am Westfalenpark. Hier gab es Pasta und kalte Getränke. Durch die Dortmunder Stadtteile Wischlingen und Merklinde führte die Route meistens über den Emscher Park Radweg bis zur Erzbahntrasse. Hier ging es endlich wieder flott und ohne Einschränkungen weiter. Entlang des Rhein-Herne-Kanals ging es zur Kaffeepause im Cafe del Sol, in der Nähe der Schalke-Arena. Zurück zum Kanal und anschließend über den Zollvereinradweg führte die Route in das Herz der Stadt Essen.

Faehrfahrt in WittenDer Radweg „Rheinische Bahn“ bot wieder die Möglichkeit für eine flotte Fahrt bis nach Mülheim. Von hier war es quasi nur noch ein Katzensprung bis zum Ziel, dem Restaurant Seeblick an der Duisburger Seenplatte. Hier bot sich die Möglichkeit den Tourtag chillend ausklingen zu lassen. Die harten Fakten der Tour: Für die 197 km lange Strecke betrug die Fahrzeit knapp 8:30h. Ganz flach war das Streckenprofil nicht, denn es galt immerhin gut 1.000 Anstiegshöhenmeter zu überwinden. Die befahrenen Straßen und Wege waren von sehr unterschiedlicher Qualität. Vom ruppigen Schotterweg bis zur gut ausgebauten Straße war alles dabei. Daher war die Strecke besonders für ein Befahren mit einem Cross-, Gravel- oder Mountainbike-Hardtail geeignet. Es wurde zwar auch eine spezielle Rennradstrecke angeboten, jedoch wies auch diese einen relativ hohen Anteil an nicht asphaltierten Abschnitten auf. Bedingt durch das gute Wetter war an einigen touristischen Hotspots eine Menge los, was eine sehr disziplinierte und defensive Fahrweise bedingte. 

Fazit

Insgesamt gesehen wurde im Vergleich zu einer RTF viel zurückhaltender und entspannter gefahren. Die Verpflegung an den drei Boxenstopps war extrem gut. Außer dem Frühstück, Mittagessen und Kaffetrinken hat der Veranstalter an mehreren zusätzlichen fliegenden Verpflegungstellen noch Getränke, Energieriegel, Bananen usw. gereicht. Es war (natürlich) anstrengend, hat aber vor allem viel Spaß gemacht! 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok